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Wedding

Samariter-Bund sucht Nachwuchs

Kein Fußball im Olympiastadion ohne die Helden vom Arbeiter-Samariter-Bund.

Die Hertha-Fans strömen ab 14 Uhr in die Ostkurve, um 15 Uhr laufen sich die Profis im Olympiastadion warm. Da sind 50 Helden vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) schon seit Stunden auf den Beinen.

Berliner Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Schon um 11 Uhr haben die Vorbereitungen beim ASB begonnen. 50 Helfer kümmern sich bei allen Hertha-Spielen im Olympiastadion um die ärztliche Versorgung der Spieler und der Zuschauer. Jurastudentin Nelly Arnold (27) ist seit 10 Jahren für den ASB bei Hertha-Spielen dabei. „Für mich war schon früh klar, dass helfen wichtig ist“, sagt sie. „Und bis heute bereue ich keinen einzigen Einsatz.“

In acht Erste-Hilfe-Stationen (je vier im Ober- und Unterring) versorgt sie mit ihren Kollegen die Zuschauer. Die häufigsten Beschwerden: Kopfweh, leichte Körperverletzungen, umgeknickte Knöchel, Blasen an den Füßen. „Pro Spiel und Station kommen bis zu zehn Menschen zu uns“, berichtet Sanitätshelfer Florian Seele (22).

Ebenso immer vor Ort und einsatzbereit sind vier Rettungs- und Krankentransportwagen. „Auch hier verarzten wir Zuschauer“, erklärt Daniel Fritzsche (25). Seit 13 Jahren ist er beim ASB, inzwischen als ausgebildeter Sanitäter. „Ich helfe gern anderen Menschen“, sagt er. „So beschäftige ich mich sinnvoll in meiner Freizeit.“

Ein weiteres Highlight der Heldentätigkeit: die ärztliche Versorgung der Spieler. Kurz vor Anpfiff stellen sich fünf Helfer vom ASB an den Rasen. Bei jedem Spiel und jedem Wetter. In der Sommerhitze und im strömendem Regen – ohne Schirm. Sie beobachten das Spiel genau. Verletzt sich ein Spieler, greift zuerst der Mannschaftsarzt ein. Wenn der Schiedsrichter dann ein Zeichen gibt, kommt der ASB zum Einsatz und trägt den Verletzten vom Platz. So wie beim Muskelfaserriss von Hertha-Torwart Jaroslav Drobny.

Beim Spiel Hertha-Frankfurt steigt der Adrenalinpegel in der 20. Minute: Arne Friedrich und Frankfurts Maik Franz rutschen auf dem nassen Rasen ineinander. Das ASB-Team ist in Alarmbereitschaft, muss dann aber doch nicht eingreifen.

„Selbst obwohl es auch mal heikle Situationen oder uneinsichtige Zuschauer gibt – die Arbeit macht mir viel Spaß“, betont Sabrina Schmidt (28). Seit anderthalb Jahren ist sie dabei. Und möchte noch viele weitere Jahre als ehrenamtliche Helferin arbeiten – am liebsten weiter in der 1. Liga.

Viel zu tun gibt es immer. Auch bei Herthas Saisonniederlage Nr. 11, dem 1:3 gegen Frankfurt. Die ASB-Helden mussten 40-mal Erste Hilfe leisten und zwei Zuschauer ins Krankenhaus fahren. Zwischenfälle auf dem Spielfeld gab es hingegen keine. Nachwuchs wird immer gebraucht – nicht nur in Herthas Sturm…

Falls Sie auch beim ASB aktiv werden wollen, gibt es alle Infos bei Alexander Heinrich: 45 0260 97

Termin:
Ab sofort
Adresse:
Seestr. 121,
13353 Berlin
Ansprechpartner:
Alexander Heinrich: 45 0260 97

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