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Steglitz

Wir verpassen der Motte ’ne Harke!

Wer sammelt am Sonnabend in Lichterfelde mit dem Naturschutzbund Kastanienlaub?

Die vielen Berliner Mitstreiter des Naturschutzbundes (NABU) setzen sich normalerweise für den Erhalt unserer Umwelt ein. Bunte Herbstblätter machen da keine Ausnahme. „Laubhaufen soll man eigentlich liegen lassen“, sagt Wolfgang Steffenhagen (62), „weil sie beispielsweise Igeln einen idealen Unterschlupf zum Überwintern bieten.“


Doch die Liebe zum Laub hat auch bei Naturschützern Grenzen: Nämlich dann, wenn es von einer Rosskastanie stammt. „In diesem Fall muss das Laub vernichtet werden“, sagt Steffenhagen, „denn dort versteckt sich die Miniermotte und legt ihre Larven.“ Und bei dem kleinen, fiesen Schmetterling fahren die NABU-Mitarbeiter schwere Geschütze auf. Steffenhagen ist Leiter der NABU-Gruppe Steglitz-Tempelhof und mit seinem Team auf Anti-Motten-Mission.

 

Ziel: der Schutz der Berliner Rosskastanien. Die Gruppe besteht aus rund zehn ehrenamtlichen Mitarbeitern. Wolfgang Steffenhagen ist bereits seit elf Jahren dabei. Er erklärt: „Im Sommer frisst sich die Motte durch die Blätter der Rosskastanie und schwächt sie.“ Um das zu verhindern, startete der NABU 2005 eine Laubsammelaktion zur Bekämpfung des Schädlings. Das Laub wird anschließend verbrannt. Dieses Jahr findet die Sammelaktion am 13. November statt.


 Die Gruppe sucht dringend freiwillige Helfer für die Aktion. Treffpunkt: Pavillon in der Bäkestraße in Lichterfelde, ab 9 Uhr. Die Helfer sollten möglichst mit einer Harke bewaffnet sein. Geharkt wird rund um die Eduard-Sprenger-Promenade. Kontakt: Wolfgang Steffenhagen, Tel: 0179-9149266 oder Diana Gevers, Tel: (030)986083718