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Charlottenburg

Wir schuften, Sie spenden

Diese Schüler suchen am Donnerstag einen Nebenjob für den guten Zweck.

Rasen mähen, Flyer verteilen, Akten ordnen. Mit Nebenjobs bessern sich Berliner Schüler normalerweise ihr Taschengeld auf. Doch am Donnerstag läuft das anders. Da findet deutschlandweit der Soziale Tag der Aktion „Schüler helfen Leben“ statt.


Einen Tag lang tauschen sie die Schulbank gegen einen Platz in der Arbeitswelt, schuften aber nicht für sich, sondern für den guten Zweck. Denn ihren Lohn spenden sie komplett an Hilfsprojekte auf dem Balkan. An Kinderheime, Jugendprojekte für Straßenkids. So wird der Nebenjob zum Heldeneinsatz.


880 Schulen in ganz Deutschland machen dieses Jahr mit – fünf sind es in Berlin. Die Jüdische Oberschule (JOS) in Mitte ist das erste Mal dabei. Dalia Grienfeld (15), Schülerin und Koordinatorin des Sozialen Tages an der JOS zur B.Z.: „Für uns ist soziales Engagement wichtig. Das Geld geht auch an Kinder aus früheren Kriegsgebieten, die im Gegensatz zu uns gar nichts haben. Mit unserer Unterstützung wollen wir ihnen eine Perspektive geben.“
Die meisten Schüler haben ihren Job bereits gefunden. Doch ein paar sind noch auf der Suche: Welche Firma stellt uns für einen Tag ein, damit sie anderen helfen kann?


Sergei (14) aus der achten Klasse hat bei einem ähnlichen Projekt im letzten Jahr schon einmal mitgemacht. „Damals ging das Geld an Projekte in Afrika“, erklärt er. „Einen Tag lang habe ich im Haushalt meiner Eltern geholfen.“ Sein Heldenlohn: 15 Euro. Das soll dieses Jahr mehr werden. „Ich mache jeden Job, damit möglichst viel Geld zusammenkommt“, sagt er. Und damit das klappt, liegt der Mindestlohn für die Schüler bei 5 Euro.

 

Wer einen der fünf Schüler am Donnerstag beschäftigen will, meldet sich hier: Stiftung Schüler Helfen Leben, Schillerstraße 59, 10627 Berlin, Tel: (030)30831690, www.schueler-helfen-leben.de


 

 

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