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Wedding

Wie putzig!

Die Kids der Wilhelm-Hauff-Schule fegten den Soldiner Kiez.

Graue Wolken und kühle Temperaturen – vom Frühling war gestern in Berlin mal wieder keine Spur. Doch ihren lang geplanten Frühjahrsputz ließen sich die Schüler und Anwohner des Soldiner Kiezes trotzdem nicht vermiesen.


Und das aus gutem Grund. Denn die Gegend hat’s nötig: „Der Müll ist hier im Kiez schon ein sehr großes Problem“, klagt Serpil Kücük (36), Mitarbeiterin des Soldiner Quartiersmanagement-Büros. „Viele Passanten schmeißen ihren Müll einfach auf die Straße oder lassen ihre Hunde in die Büsche machen.“
Zusammen mit der Wilhelm-Hauff-Grundschule, der BSR, Kinderläden, Vereinen aus dem Kiez und der B.Z. riefen die Quartiersmanager deshalb gestern zur großen Kehr-Aktion.  

 

Anwohner, Jugendliche und B.Z.-Leser rückten dem Dreck zu Leibe, putzten drei Stunden lang die Gotenburger Straße, den Park-Übergang zwischen Kolonie- und Trondheimerstraße und am Panke-Ufer. Allein 300 Schüler der Wilhelm-Hauff-Grundschule schlüpften in orangefarbene BSR-Jacken, fegten und sammelten was Besen und Picker hergaben.

 

Klassenlehrerin Antje Bleimling (56) war begeistert vom Engagement ihrer Klasse: „Das hat einen doppelten Nutzen. Die Straße wird sauber und die Kinder lernen auch, dass man den eigenen Müll nicht auf die Straße wirft.“ Zum Beweis machte sie gleich den Test mit ihrer 4b: „Wo kommt der Dreck hin?“ Einstimmig schallt es korrekt zurück: „In den Mülleimer!“


Oder noch besser: gleich in den große BSR-Müllwagen von Fahrer Michael Naujoks (43). Er war für die Entsorgung des Drecks zuständig, karrte am Ende Dutzende grauer Säcke vom Kiez auf die Müllkippe. Und da schaute dann sogar mal die Sonne raus…
 


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