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Schöneberg

Wer hilft, fühlt sich selbst besser

Aller guten Ding sind drei. Ein altes Sprichwort – und es gilt auch für Helden. Vor allem für B.Z.-Leserin Jutta Melcher-Andric (70)

Jutta Melcher-Andric (70) engagiert sich schon für drei Helden-Projekte

Aller guten Ding sind drei. Ein altes Sprichwort – und es gilt auch für Helden. Vor allem für B.Z.-Leserin Jutta Melcher-Andric (70).


Denn die Schönebergerin kann von den Einsätzen der Berliner Helden gar nicht mehr genug kriegen. Sie engagiert sich mittlerweile schon bei drei Projekten: „Hier kann ich endlich mal mit meinem Fähigkeiten etwas bewirken“, sagt sie.

 

Dabei hat sie sich früher nie ehrenamtlich engagiert. „Ich habe einfach nie gewusst wo und wie“, sagt sie. Und: „Mir geht es da wie so vielen in meinem Bekanntenkreis – ich habe Zeit, will was tun, habe aber trotzdem ganz lange den Hintern nicht hochgekriegt.“ Doch das ist Vergangenheit: Denn ihren ersten Helden-Einsatz hat die quirlige frühere Wirtschaftsprüferin (arbeitete beim Finanzamt) gleich beim ersten Helden-Blinddate abgeleistet:

 

Zusammen mit anderen Lesern hat sie dort für Bedürftige Obstsalat in der Bahnhofsmission geschnippelt. Und nur eine Woche später war Jutta wieder im Einsatz. Bei der Renovierung von „Evas Haltestelle“, der Notaufnahme für obdachlose Frauen im Wedding, hat sie einen Tag lang mitgearbeitet und der Einrichtung mit Sachspenden ausgeholfen: „Ich habe alte Kleidung mitgebracht, und weil der eine Raum so kahl war, noch drei Bilderrahmen gespendet“, sagt sie.


Aber das reicht noch nicht, deshalb folgt jetzt der dritte Streich: „Ab Januar werde ich Computerkurse für andere Senioren geben“, freut sich Jutta Melcher-Andric. Beim Projekt „Weltenbummler“ des humanistischen Verbands Berlin hat sie sich als ehrenamtliche Dozentin beworben und startet demnächst ihren ersten Kurs. Denn mit PCs kennt sie sich aus: „Ich habe schon in den 80-ern im Büro mit Computern gearbeitet. Heute mache ich alles damit: Emails schreiben, Internet, Facebook, Briefe schreiben. Klar, dass sie auch auf der Internet-Seite der Berliner Helden aktiv ist: „Ich finde wirklich, dass ist eine ganz tolle Aktion.

 

Denn man tut nicht nur was für andere, es geht einem auch selbst viel besser.“
 

Was kann ich tun?

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