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Charlottenburg

Seelenstreichler gesucht

Der Verein „Leben mit Tieren“ lässt Berliner Senioren das Herz aufgehen.

Alle paar Tage kommen bei den Bewohnern des Seniorenheims Lentzeallee in Wilmersdorf Kaninchen auf den Tisch. Doch statt diese genüsslich zu verspeisen, locken die alten Leute sie mit Salat, Gurken und Karotten – denn die Tierchen sind quietschfidel.


Vor 22 Jahren gründeten einige Berliner Tierärzte den Verein „Leben mit Tieren“. Ihr Ziel: Senioren den Alltag durch Besuche mit Hunden, Meerschweinchen oder Kaninchen abwechslungsreicher zu gestalten.


„Der Kontakt mit den Tieren hat therapeutische Wirkung und regt die Psyche an“, sagt Wolfgang Scharmann aus dem Vereins-Vorstand. „Da viele der Heimbewohner an Demenz erkrankt sind, kann man sie am besten auf der emotionalen Ebene ansprechen.“


Dieser Vormittag in der Lentzeallee ist der beste Beweis: Kaum sind die Meerschweinchen und Kaninchen auf dem Tisch, beginnen die Senioren auch schon, mit ihnen zu sprechen und sie zu füttern. Liebevoll wird eines der Kaninchen mit „hübscher Kerl“ angesprochen. Sein Artgenosse ist „ein ganz, ganz Süßer“, da sind sich die Senioren einig.


Eigener Streichelzoo im Heim


Das Besondere an dem Wilmersdorfer Seniorenheim: Es hat seinen eigenen Streichelzoo mitsamt Esel und Ziege gleich auf dem Gelände.


Deshalb bringen auch die Pfleger der Einrichtung Bewohner und Tiere regelmäßig zusammen. „Die Tiere bereiten viel Arbeit, aber dafür bekommt man so viel Herzlichkeit von den Bewohnern zurück“, sagt einer von ihnen.


Doch auch den mittlerweile rund 50 Mitglieder des Vereins „Leben mit Tieren“ scheint ihre Arbeit viel Spaß zu machen. Schließlich sind sie alle ehrenamtlich tätig und bekommen keinen Cent für ihre Besuche.

Wenn Sie den Verein „Leben mit Tieren“ unterstützen oder eine Patenschaft für ein Tier übernehmen möchten, melden sie sich unter Tel: (030)70177953.
www.lebenmittieren.de
 

 

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