Kleiner Piks, große Heldin
Erst ein kleiner Schwächeanfall, dann ein gutes Gefühl. B.Z. begleitete Lena (18) bei ihrer ersten Blutspende.
So leicht kann man ein Leben retten. Seit zehn Minuten liegt Lena (18) auf einer der Spender-Liegen des Deutschen Roten Kreuzes in Steglitz: eine dünne Kanüle im linken Arm, in der Hand einen roten Gummiball, den sie mit ihren Fingern permanent knetet.
„Das fördert die Durchblutung“, sagt sie. Und hilft ein bisschen gegen die Nervosität. Denn bei ihrer ersten Blutspende ist die Mariendorfer Schülerin (geht auf die Beethoven-Oberschule) noch ein kleines bisschen blass um die Nase.
Die ganze Familie spendet Blut
Stolz ist Lena trotzdem. „Es ist schon ein tolles Gefühl, auf diese Art anderen Menschen helfen zu können“, sagt sie über den kleinen Piks mit großer Wirkung.
Ein Gefühl, das sie mit ihrer ganzen Familie teilen kann. Vater Bogdan (45, Metallbaumeister) und Mutter Mechthild (43, Kita-Mitarbeiterin) liegen gleich neben ihr, ebenfalls mit einer Kanüle im Arm: „Meine Eltern gehen schon seit Jahren Blut spenden“, sagt sie. „Für mich war immer klar, dass ich das mit 18 auch machen will.“ Und ihre Eltern sind dementsprechend stolz auf ihre Tochter: „Schon toll, dass sie das macht“, sagt Mama Mechthild. Auch als sich Lena nach ihrer Spende gleich wieder hinlegen muss. Ein kurzer Schwächeanfall. „Das gehört eben auch dazu“, tröstet der Papa seine Nachwuchs-Heldin. Sie schenkt ihm ein tapferes Lächeln.
Blut spenden kann jeder zwischen 18 und 71 Jahren. Am besten heute hier: 14–18 Uhr, Spreebogen Plaza, Pascalstraße 10, Charlottenburg, und 14–18 Uhr, evangelische Friedenskirchen-Gemeinde, Dietzgenstraße 23, Pankow. Weitere Termine unter Tel: 08001194911 oder www.blutspende-ost.de




