Ich hab mich in den Job gesägt
Heidi Brummund kam vom Ehrenamt zum festen Arbeitsvertrag.
Monatelang ackerte sie ehrenamtlich für ein Naturschutz-Projekt. Der Lohn für ihr Engagement: ein fester Arbeitsvertrag.
Vor gut zwei Jahren wurde die gelernte Schneiderin und Floristin und zweifache Mutter aus Hohenschönhausen arbeitslos. „Ich wollte aber nicht nur zu Hause herumzusitzen, sondern lieber etwas Sinnvolles tun“, erzählt sie. Also bot sie dem Förderverein Landschaftspark Nordost, bei dem sie schon früher mitgearbeitet hatte, ihre Hilfe an.
In dem 1992 gegründeten Verein setzen sich Bürger, Institutionen und Unternehmen für den Erhalt der Parklandschaft Barnim ein. Neben der Unterstützung von ökologischen Projekten und dem Erhalt der denkmalgeschützten Dorfkate in Falkenberg bewirtschaftet der Verein mittlerweile auch 3 Hektar eigenes Ackerland. Die dort angebauten Bio-Produkte werden im Dorfladen und auf dem Markt in Wartenberg verkauft.
Auch Heidi Brummund schob regelmäßig Dienst am Stand. Außerdem half sie täglich bis zu fünf Stunden beim Kartoffelanbau, lernte alle Kräutersorten auswendig, schnitt Hecken, sägte Holz. Kurzum: Sie hängte sich richtig rein.
Zur großen Zufriedenheit ihres Chefs. „Heidi ist absolut verlässlich und immer guter Laune“, sagt Bernd Lichtenstein (63), 1. Vorsitzender des Vereins. „Es ist eine Freude, mit ihr zusammenzuarbeiten.“
Deshalb bot er ihr nach einem halben Jahr ehrenamtlicher Arbeit einen echten festen Vertrag an – gefördert vom Jobcenter und dem Land Berlin. „Das war das Schönste, was es gibt auf der Welt“, erinnert sich Brummund. Sie hatte sich quasi in den Job gesägt.
Der Verein sucht jederzeit Ehrenamtliche, die ihn unterstützen. Interessenten melden sich beim Förderverein Landschaftspark Nordost, Dorfstraße 4/4a, 13057 Berlin, Bernd Lichtenstein, Tel: (03)9244003





