Hilf dem Frosch!
Damit die Lurche den Winter überleben, säubert das Ehepaar Beate und Camillo Kitzmann ehrenamtlich das Gebiet rund um die Bitburger Teiche in Weißensee
Sei keine Kröte!
So ein Frosch kann ganz schön wählerisch sein, wenn es um sein Winterquartier geht. Zu hohe Wiesen, dreckige Uferwege – all das gefällt ihm gar nicht. Es gefährdet ihn sogar. Deshalb müssen die Feuchtgebiete in denen die Tiere leben, gepflegt werden – von Ehrenamtlichen.
Seit 1992 engagiert sich das Ehepaar Kitzmann freiwillig in der Marzahner Gruppe des Naturschutzbunds (Nabu) für Berlins Tier- und Pflanzenwelt. Fast jedes Wochenende rücken Beate (44) und Camillo (46) zum Arbeitseinsatz aus. Dieses Mal an die „Bitburger Teiche“, einem kleinen Naturschutzgebiet mitten in Weißensee.
„Wir stutzen den Staudenknöterich“, erklärt Beate Kitzmann, „der wuchert die Feuchtwiesen zu, die Frösche und Kröten zum Überwintern brauchen.“ Sieben solcher Gebiete betreuen die Kitzmanns zusammen mit 20 weiteren Helfern. 1000 Arbeitsstunden sind hier in den letzten Jahren zusammengekommen. „Harte Arbeit“, sagt Camillo Kitzmann, „aber man ist an der frischen Luft“. Und als ein kleiner Moorfrosch auf die Wiese hüpft, wissen die beiden, für wen sie hier schuften:
„Der ist vom Aussterben bedroht“, sagt Beate Kitzmann. Doch dank derNabu-Helden kommt er dieses Jahr gut durch den Winter. Ohne das Engagement von Freiwilligen wie den Kitzmanns ginge in vielen Bereichen unserer Gesellschaft gar nichts mehr. Deshalb engagiert sich die B.Z. mit der Aktion „Berliner Helden“ verstärkt für das Thema Ehrenamt.





