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Steglitz

Hier warten Cheerleader auf den Bus

Die Mädels von den Scorpions suchen ein Gefährt und Unterstützung bei Turnieren.

Janina, Gina, Elena und ihre Cheerleader-Kolleginnen sind noch keine zehn Jahre alt. Doch als eine von ihnen plötzlich mit ausgebreiteten Armen über den Köpfen der anderen schwebt, halten die Zuschauer in der Halle den Atem an – und die jungen Mädchen fühlen sich ganz groß.


„Durch Auftritte und Wettbewerbe tanken die Kinder und Jugendlichen Selbstbewusstsein“, weiß Markus Burmeister (41), Vize-Präsident der Scorpions Cheerleader Berlin. Insgesamt 80 Mädchen sind bei den Scorpions aktiv, unterteilt in die Altersgruppen PeeWee’s (5–10 Jahre), Juniors (10–15 Jahre) und Seniors (ab 16 Jahre).


Soziale Verantwortung


„Wir sind ein Klub im Herzen Neuköllns“, sagt Burmeister und verweist auf die soziale Verantwortung von Sportvereinen in sogenannten Problembezirken. Deshalb unterstützen die Scorpions die Aktion „KIDS – Kinder In Die Sportclubs“. Bei dieser übernimmt der Landessportbund den Beitrag für Kinder aus sozial schwachen Familien, wobei der Verein zunächst in Vorleistung treten muss. „Wir wollen die Mädchen von der Straße wegholen“, sagt Burmeister. „Bei uns trainieren sie Sozialverhalten und Teamwork – denn der beste Top kann oben nicht stehen, wenn er kein Vertrauen zu seiner Base hat.“


„Top“ und „Base“ – das Vokabular ist anders als in anderen Sportarten. Doch eines ist genauso wie in allen anderen Vereinen auch: Ohne ehrenamtliche Helfer und Trainer würde nichts funktionieren. Die bieten etwa Mädchen ab fünf Jahren bis zu viermal kostenloses Probetraining. Wer sich danach für eine Mitgliedschaft entscheidet, bekommt eine Grundausbildung im Aufbauteam und braucht so keine Angst zu haben, mit den „alten Hasen“ nicht mithalten zu können.


Auch Burmeister übt sein Amt ehrenamtlich aus. Für die rund 20 Stunden, die er in der Woche für den Verein unterwegs ist, bekommt er keinen Cent. Er verhandelt mit dem Sportamt die Trainingszeiten in der Halle, schreibt Info-Zettel für die Mitglieder oder plant die Teilnahme an Wettbewerben. Da diese oft in anderen Teilen Deutschlands stattfinden, ist die Organisation aufwendig und teuer.


Hilfe dringend gebraucht


Deshalb suchen die Scorpions Berliner, die sie unterstützen. „Am meisten würden wir uns über einen Bus für die Fahrten zu Wettbewerben freuen“, sagt Burmeister. „Aber auch gesponserte Kostüme oder Trainingsanzüge helfen uns enorm weiter.“ Außerdem könnte ihnen ein Grafiker bei der Poster- und Flyer-Gestaltung unter die Arme greifen.


Für den sportlichen Erfolg sorgen dann wieder die Mädels selbst: Kürzlich landeten beim Potsdamer Cheerleader Contest drei ihrer Teams auf ersten Plätzen.


Wer die Scorpions Cheerleader Berlin unterstützen möchte, meldet sich bei Markus Burmeister, Tel: 0172/3224452