Hier packt die B.Z. an
Unsere Anzeigenabteilung half beim Vogelschutz am Flughafensee
Freitag knackte die Heldenuhr die 3000-Stundenmarke. Und sie stand auch am Wochenende nicht still. 20 Kollegen der B.Z.-Anzeigenabteilung trafen sich am Flughafensee in Tegel: Großeinsatz ab 9 Uhr im Vogelschutzgebiet.
Der Berliner Naturschutzbund (NABU) betreut das 26 Hektar große Gelände, suchte Helfer. „Das ist doch Ehrensache für unsere Abteilung, alle helfen heute in ihrer Freizeit mit“, sagt Leiter Stephan Madel und brachte nicht nur die ganze Belegschaft, sondern auch Tochter Franca (8) mit zum Einsatz. Und sie weiß auch schon, warum sie hier ist: „Vögel finde ich toll. Vor allem Kraniche, deshalb bin ich heute auch gern früh aufgestanden.“
Das Kommando hat heute der Leiter der NABU-Arbeitsgruppe Flughafensee, Frank Sieste (43). Der Postbeamte betreut das Landschaftsschutzgebiet mit rund zehn weiteren Ehrenamtlichen: „Wir werden zusammen den Steilhang für unser Eisvogel-Brutpaar sanieren. Auf unsere Eisvögel sind wir besonders stolz. Es gibt nur zehn Brutpaare in ganz Berlin“, erklärt er dem B.Z.-Team. Auf 60 Meter Länge muss dazu der zwei Meter hohe Hang begradigt werden. Schippen, Rechen und Schubkarre stehen bereit, schon fliegt der erste Sand.
Die Freiwilligen Helfer schippen um die Wette. Immer rein in die Karre, das ist Knochenarbeit!
Verkaufsberaterin Anne Jungmann (32) steckte ihre ganze Familie in Gummistiefel: Freund Steven und die Söhne Kenneth (12) und Cedric (4). Simone Merten brachte ihren Mann Bernd Woblack mit.
Sieste erklärt nebenbei, warum das Gebiet so wichtig ist: „Hier leben rund 3000 Vögel, 200 verschiedene Arten. Darunter die seltene Zwergdommel, eine kleine Reiher-Art: „Die war 40 Jahre lang in Berlin ausgestorben, jetzt brütet sie wieder“.
Mit 38 Metern ist der Flughafensee Berlins tiefstes Gewässer. Aus dem Sandaushub der ehemaligen Kiesgrube wurde das Märkische Viertel erbaut. Jetzt schaufeln hier die B.Z.-Helden. Sieste achtet auf Details: „Die Wand muss senkrecht sein, sonst kommt der Fuchs an die Brut-Höhlen und klaut die Vogeleier.“ Auch im Wald wird geschuftet. Dort knipsen Berater Florian Pickert (32) und Vizechef Konstantin Rodeck mit zwei Astscheren die Triebe der amerikanischen Traubenkirsche ab. Ein Unkraut, das die einheimischen Bäume verdrängt. „Alle packen toll an. Das Team ist echt eine Riesen-Hilfe“, staunt Sieste.
Beim nächsten NABU-Einsatz am Flughafensee werden neue Helden gebraucht. Termin: 15. November ab 10 Uhr. Kontakt: Diana Gevers Tel: 986083718.






