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Marzahn

Helden, lasst die Puppen tanzen!

In Marzahn spielen Hartz-IV-Empfänger ehrenamtlich Theater.

Puppen-Bühne statt Jobcenter, Kasperle statt Sachbearbeiter. Weil sie keine Lust hatten, zu Hause auf der faulen Haut zu liegen, gründeten Marzahner Arbeitslose eine eigene Puppentheatergruppe.

 


„Kennengelernt haben wir uns über die Jahre in verschiedenen Maßnahme-Projekten und bei diversen Ein-Euro-Jobs“, erklärt Günter Els (60), der die Idee zu der ungewöhnlichen Theater-Gründung hatte. „Wir wollten einfach mal wieder etwas Sinnvolles machen“. Der Malermeister ist seit 10 Jahren arbeitslos, war davor Ausbilder. Zweimal ist das Laien-Team derzeit pro Woche am Proben, unter Anleitung des einzigen Theater-Profis.

Puppenspiel ist alles eine Frage der Laufwege


Robert Schulz (42) ist Schauspieler und im Moment ebenfalls ohne Engagement: „Wichtig ist, nicht zu viel mit der Puppe zu machen und nicht zu sehr rumzuhampeln. Dann lernt man das ganz schnell“, erklärt er die Geheimnisse.

 

Der Rest ist wie beim Fußball: eine Frage der Laufwege: „Man muss doppelt aufpassen“, sagt Els, „hinter der Bühne dürfen sich die Spieler nicht behindern und vorne die Figuren nicht in die Quere kommen.“ Ein erstes Stück („Der Aufräumräuber“) hat die Truppe bereits, eine Bühne wurde ebenfalls gezimmert: „Die ist mobil, passt in einen Kombi“, erklärt Els, „denn wir wollen überall dort spielen, wo wir willkommen sind“.


Interessenten zum Mitspielen sind jederzeit willkommen. Außerdem sucht die Gruppe noch vier Funk-Headsets, einen Fahrer samt Auto und einen kleinen Probenraum. Kontakt: Günter Els, Tel: (030)47985882.

 

 

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