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Helden gesucht, Helden gefunden!

Nach B.Z.-Aufruf: Drei neue Fußball-Trainer für Rehberg.

Julian (15) ist es ein bisschen peinlich. „Ja, wir sind noch schlechter als Hertha“, sagt er leise. In der ersten Saisonhälfte hat die 2. B-Jugend des Weddinger Klubs BSC Rehberge nur einen kümmerlichen Punkt geholt. Doch jetzt soll alles besser werden. Denn die zwei neuen Trainer des Teams sind echte Berliner Helden!


„Als ich in der B.Z. las, dass der Verein Jugend-Trainer sucht, habe ich gedacht: Jetzt steig ich wieder ein“, sagt Detlef Herden (60). Der Rentner, der früher auf dem Großmarkt arbeitete, kennt sich aus in der Berliner Fußballszene. 1971 machte er den Trainerschein, zusammen mit dem damaligen Hertha-Profi Zoltan Varga. Danach leitete er verschiedene Jugendteams, unter anderem beim BSC Reinickendorf. Dort entdeckte er den späteren Bundesliga-Star Heinz Gründel.
Klar, dass die Jungs von so viel geballter Kompetenz begeistert sind. „Der versteht wirklich was von Fußball, das merkt man sofort“, sagt Tolga (15). „Und das Training macht echt Spaß“, ergänzt Team-Kollege Julian. Liegt auch daran, dass sie mit Michael Reinhard (33) gleich noch einen Co-Trainer bekommen haben.


Auch er hatte das Trainer-Gesuch in der B.Z. gelesen. „Meine Freundin engagiert sich ehrenamtlich in der Kriegsgräberfürsorge, da wollte ich auch unbedingt was machen“, sagt er. Weil er früher selbst im Verein spielte und außerdem acht Jahre Ausbilder bei der Bundeswehr war, schien ihm die Kombination Fußball und Jugendliche ideal.


„Es ist nicht einfach, gute Trainer zu finden“, sagt BSC-Jugendleiterin Michaela Reiter (39) glücklich. „Doch dank der Berliner Helden der B.Z. haben wir jetzt gleich drei neue auf einmal.“


Denn zeitgleich fing auch noch Patrick Frey (26) als Übungsleiter der 3. D-Mannschaft (11- bis 12-Jährige) an. Vier Jahre arbeitete er ehrenamtlich beim 1. FC Wilmersdorf, doch dann zog er um, absolvierte seine Prüfung als Verkäufer und wurde obendrein auch noch Vater. „Da war einfach keine Zeit mehr für ehrenamtliches Engagement“, sagt er.


„Fußball ist gut, um die Kinder von der Straße zu holen“


Doch jetzt hat er wieder Zeit und ist voll bei der Sache. „Fußball ist super, um die Kinder von der Straße zu holen“, betont er die wichtige soziale Komponente des Sports.


Am meisten Spaß macht es aber natürlich, wenn man gewinnt. Für die 2. B-Jugend steht am 13.Februar das erste Spiel der Rückrunde an. „Mit den neuen Trainern werden wir auch endlich mal punkten“, sind sich Julian und Tolga ganz sicher.


Wer auch Lust hat, ehrenamtlich als Trainer beim BSC Rehberge zu arbeiten, meldet sich bei Winfried Dibowsky, Tel: (030)4517595

 

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