Helden, die für das Leben kämpfen
Die Berliner Aids-Hilfe feiert Jubiläum. In der B.Z. erklären Helfer, warum sie sich dort engagieren.
Großer Empfang für Berlins Helden. Die Berliner Aids-Hilfe feiert heute mit Hunderten Mitarbeitern, Helfern und Unterstützern im Roten Rathaus ihr 25-jähriges Bestehen.
Ohne Freiwillige wäre die Arbeit nicht möglich: „260 Menschen engagieren sich im Moment, geben ihr Herzblut“, sagt Ehrenamts-Managerin Anette Lahn. In der b.Z. erzählen zehn Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Organisation, warum sie sich für die Aids-Hilfe engagieren.
Nicole Katschewitz (36), Sozialarbeiterin aus Mariendorf, begleitet seit 1999 Aids-Kranke: „Hier erschließt sich für mich eine neue Welt, die ich sonst nicht kennenlernen würde.“
Joshua Formentera (45), Diplomat, ist seit drei Jahren in Berlin aktiv: „Damit kranke Menschen nicht stigmatisiert werden.“
Klaus Treller (55), Industriekaufmann, arbeitet seit Juni im Frühstücks-Team: „Mein Partner war HIV-positiv. Ich habe ihn lange gepflegt. Nach seinem Tod habe ich hier eine Gemeinschaft gefunden.“
Heidi Subotta (46) organisiert den Frauenstammtisch der Aids-Hilfe: „Damit auch Frauen hier eine Heimat finden.“
Thea Masloke (75), pensionierte Beamtin aus Charlottenburg: „Hier werde ich gebraucht und habe ein tolles, junges Team um mich.“
Laurette Dassui (61), Psychologin, ist seit 18 Jahren ehrenamtlich dabei: „Weil die Atmosphäre hier wie Tabasco ist – so scharf und brodelnd.“
Jörg Walther (40) und Klaus Feller (49) aus Charlottenburg arbeiten in der Kleiderkammer: „Weil es einfach Spaß macht!“
Jörg Zabel (60), Ingenieur aus Charlottenburg, verteilt verbilligte Theatertickets: „Weil ich hier Menschen für Kultur begeistern kann.“
Uwe Mantel-Swajka (55) aus Wedding organisiert den wöchentlichen Brunch: „Weil wir hier so ein tolles Team sind.“





