Was ist der Heldenstundenzähler? mehr...

Wedding, Prenzlauer Berg

Helden da, Dreck weg. Versprochen ist versprochen!

Spontan, schnell, effektiv: So helfen die Berliner Helden der B.Z.

So helfen Helden!

Der Dichter Heinrich Heine hat einen grünen Fuß. Vor Monaten wurde das Bronze-Denkmal im Weinbergpark (Mitte) von Graffiti-Sprayern beschmiert. Genau wie die Bank gleich daneben. Viele sehen solche Dreckecken, ärgern sich sogar, aber laufen vorbei.


Nicht die Berliner Helden! Spontan verabredet, Problem gelöst, in einer knappen Stunde. So helfen Helden!

 
Dienstag, 10 Uhr. Reinigungsspezialist Matthias Zinn (38) hat von der Heldenaktion erfahren. Also fährt er mit seinem Transporter vor, packt Eimer, Plastik-Handschuhe, Lappen und Spezial-Putzmittel aus („Ein Geheimrezept, von einem Münchner Chemiker entwickelt“). Damit rückt der Held den Denkmal-Schmierereien zu Leibe. Zinn schrubbt und wischt die Bronze. Nach zwanzig Minuten glänzt Heines Schuh wieder, der Reinigungsspezialist kann sich um die Bänke kümmern.


Sein Chef Gerald Schramm (46) gründete vor elf Jahren die „Graffiti Frei GmbH“. Die B.Z.-Heldenaktion findet er klasse: „Wir halten 588 Flächen in der ganzen Stadt sauber. Ehrenamtlich kümmern wir uns um die Charlottenburger Lietzensee-Arkaden, den Pavillon im Stadtpark Zehlendorf und die Kirche am Lausitzer Platz.“ Natürlich wird auch für den Heldeneinsatz nichts berechnet.
Bei so viel heldenhaftem Engagement ist es Ehrensache, dass auch die B.Z. mit anpackt. Gestern zeigten wir Ihnen in der Zeitung neben dem Volkspark am Weinberg weitere Problemzonen – und schritten noch am selben Tag zur Tat.

 
10.30 Uhr, Bernauer Straße, Ecke Swinemünder. Computerschrott liegt auf dem Gehweg, alles ist vollkommen vermüllt. Drei B.Z.-Reporter ziehen Arbeitshandschuhe an, schnappen sich große Mülltüten, durchstöbern die Gebüsche, fegen den Gehweg. Vergammelte Kartons, Plastiktüten, abgerissene Wahlplakate wandern in die Säcke. Danach glänzt der Gehweg, als wäre gerade die BSR da gewesen. So soll es sein!

 
12 Uhr, Müllerstraße in Wedding. Auf dem Mittelstreifen liegen Plastiktüten, Kaffeebecher, Papierzettel. Von Autofahrern einfach aus dem Wagen geworfen. Auch hier treten die B.Z.-Reporter in Aktion, lesen alles auf, was den Rasen verschandelt. Das dauerte zu dritt nur wenige Minuten und der Müll war Geschichte. Innerhalb eines Tages vier Probleme gelöst – doch das war erst der Anfang. Denn es warten noch viel mehr in unserer Stadt! Werden auch Sie aktiv! Packen Sie mit an! Lesen Sie täglich in der B.Z., wo Ihre Hilfe gebraucht wird. Oder suchen Sie auf der Internetseite www.berliner-helden.com nach Projekten, die in Ihrem Kiez liegen und Ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechen.

 
Werden auch Sie ein Berlin-Held. Genau wie die Berliner Graffiti-Helden Matthias Zinn und Gerald Schramm.

 

 

Fall 1: gelöst, Denkmal sauber. Matthias Zinn (38) von der „Graffiti Frei GmbH“ hat den grünen Fuß vom Heinrich-Heine-Denkmal im Volkspark am Weinberg gereinigt. Nach nur 15 Minuten ehrenamtlichem Einsatz war die Bronze sauber.

 

Fall 2 & 3: gelöst, Straßen aufgeräumt. Die B.Z.-Reporter Oliver Ohmann, Pia Frauenhoffer und Daniel Schalz (v.l.) befreiten den Gehweg an der Bernauer Straße vom Dreck (oben). Dann kümmerten sie sich um den Mittelstreifen in der Müllerstraße in Wedding (unten). Eine Stunde Arbeit für saubere Kieze.
 
Fall 4: gelöst, Bank gereinigt. Reinigungsexperte Matthias Zinn und sein Chef Gerald Schramm rückten auch den Schmierereien auf den Bänken im Weinbergpark zu Leibe. Nach 30 Minuten strahlte die Bank wieder wie neu.

 

 

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