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Charlottenburg

Held zu werden, ist ein Kinderspiel

15 Freunde, die sich regelmäßig treffen und dabei viel Gutes tun.

Es gibt junge Menschen, die sind erfolgreich, denken aber nur an sich. An ihre Karriere, dicke Autos und schicke Kleider. Und es gibt junge Helden, die ihren Erfolg mit anderen teilen.


Vor fünf Jahren gründeten 15 junge, erfolgreiche Berlinerinnen und Berlin den Verein „Kinderspiel“. Ihr Ziel: die Förderung benachteiligter Menschen.
Die Vereinsvorsitzende Inka Fresenius (35) erzählt, wie 2004 alles begann: „Die Idee für „Kinderspiel“ entstand tatsächlich im Freundeskreis. Wir alle gingen damals ja noch zur Uni.“ Heute sind die Mitglieder alle zwischen 25 und 35 Jahre alt, arbeiten erfolgreich in unterschiedlichen Berufen. Dabei sind Juristen, Biologen, Grafiker, Filmemacher, Wirtschafts- und Theaterwissenschaftler.


Prominente Schauspieler unterstützen den Verein


Für den Verein organisieren sie ehrenamtlich kulturelle Veranstaltungen und fördern mit dem Erlös soziale Projekte, oft langfristig. Fresenius (studierte Sozialpädagogin): „Dabei helfen uns auch Prominente, zuletzt konnten wir die Schauspielerin Fritzi Haberland für eine Lesung im Hebbel am Ufer gewinnen.“
Dutzende von Events wurden bisher auf die Beine gestellt. Lesungen, Partys, Konzerte und Kinonächte, mit dabei waren so bekannte Künstler wie Ulrich Matthes („Der Untergang“) und der Schriftsteller Thomas Brussig. Johanna Gagern (26) ist selbst Schauspielerin und verrät: „Manchmal hilft natürlich auch der Beruf, um Kontakte für Kinderspiel zu knüpfen.“


Eines der wichtigen Projekte, die Kinderspiel zurzeit unterstützt, ist „Klik“, ein Kontaktladen für junge Menschen. Viele von ihnen haben kein Zuhause oder sich für ein Leben auf der Straße entschieden. „Das Wort Straßenkinder mag ich nicht“, betont Anett Leach (34), die den Laden in der Torstraße 205 leitet. Die Sozialarbeiterin sagt: „Es sind keine Kinder, sondern Jugendliche und junge Erwachsene. Viele Punks vom Alex, die nicht auf der Straße leben, aber in problematischen Verhältnissen. Allen gemeinsam ist, dass ihre Lebenssituation jeden Tag zerstört werden kann.“


Bei „Klik“ können die Teenager duschen


Bei „Klik“ können die jungen Menschen duschen und Wäsche waschen, aber auch kickern und Billard spielen oder einfach nur bei einer Tasse Tee quatschen (Alkohol und Drogen sind tabu).


Jeden Donnerstag werden Hunde tierärztlich versorgt, natürlich kostenlos. Anett Leach: „Das Besondere ist, bei uns läuft alles anonym, wer zu uns kommt, muss keine Bedingungen erfüllen.“
„Klik“ und „Kinderspiel“ – ein tolles Beispiel, wie Helden-Hilfe wirkt: Hand in Hand.

Wer „Kinderspiel“ durch eine Fördermitgliedschaft unterstützen möchte, der kann sich unter www.kinderspiel-berlin.de informieren.
 

 

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