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Eine Heldin für die Kinder von Haiti

Die Berliner Ärztin Dr. Beatrix Schmidt hilft den jüngsten Erdbeben-Opfern.

Szenen wie diese wird Beatrix Schmidt (52) ihr Leben lang nicht vergessen. „Ein Vater bangte am Bett seiner kleinen Tochter um deren Leben“, schildert die Ärztin bewegt, was sie im Krankenhaus St. Damiens in Port-au-Prince erlebte. „Als wir mit ihm ins Gespräch kamen, erzählte er uns, dass er durch das Erdbeben schon vier Kinder und seine Frau verloren hatte.“


In solchen Momenten spürte die Berliner Medizinerin, wie wichtig es ist, den Menschen in Haiti zu helfen. Um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen, war sie in den vom Erdbeben verwüsteten Karibik-Staat geflogen. Auf den Straßen der Hauptstadt fuhr Schmidt an endlosen Zeltstädten vorbei. „Dabei ist ein Zelt noch absoluter Luxus, Zehntausende hausen nur in Pappkarton-Baracken“, sagt sie.


Neben geschätzten 300000 Todesopfern machte die Katastrophe Mitte Januar mehr als 1 Million Menschen obdachlos. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Kinder, Hunderttausende wurden zu Waisen.


Schmidt, die im Tempelhofer St.-Joseph-Krankenhauses die Kinderklinik leitet, spürte, dass sie den schwächsten Opfern umgehend helfen möchte. Im katholischen Krankenhaus St. Damiens ließ sie sich berichten, wo die Not am größten ist. „Es mangelt vor allem an technischen Geräten“, sagt sie. Geschockt sah sie, wie schwer kranke Kinder ohne Überwachungsgeräte für die Körperfunktionen in ihren Bettchen liegen. „Bei uns wären diese Kinder vollständig verkabelt“, sagt Schmidt. „Aber in Haiti fehlt es einfach an den notwendigen Geräten.“


Es fehlt an Ausstattung und Fachwissen, um Leben zu retten


Dringend würden Sauerstoffmessgeräte gebraucht, die auch den Herzschlag messen. Manchmal sind es auch spezielle Zusatz-Teile, die fehlen. „Sie bräuchten dringend einen Kinderschallkopf für ein Ultraschallgerät, mit dem auch ganz junge Patienten untersucht werden können.“ Knapp 10000 Euro kostet ein solcher Aufsatz. Schmidt hofft, das Geld auftreiben zu können.
Darüber hinaus sucht die Klinikleiterin deutsche Ultraschall-Experten, die die Ärzte in Port-au-Prince anlernen könnten. „Denn oft können sie die Geräte dort gar nicht bedienen“, sagt sie. „Viele herzkranke Kinder können deshalb nicht untersucht werden.“


Wichtig ist ihr, dass die Hilfe kein Tropfen auf den heißen Stein bleibt. „Deshalb möchte ich die Klinik mindestens fünf bis zehn Jahre regelmäßig unterstützen“, sagt sie. Die Kinder von Haiti werden es ihr danken.
Wer Beatrix Schmidt und ihre Hilfe für die Kinder von Haiti unterstützen möchte, kann sich in Schmidts Büro melden unter Tel: (030)78822704 oder schickt eine Mail an beatrix.schmidt@sjk.de



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