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Lichtenberg

Diese Helden machen Schule

Im „grünen Klassenzimmer“ lernen Kinder, wie spannend die Natur ist.

Tische, Stühle, eine kleine Tafel, Kindergelächter und gespannte Gesichter. Aber halt! Wer hier an eine gewöhnliche Schulklasse denkt, der ist buchstäblich auf dem Holzweg.


Denn im sogenannten „grünen Klassenzimmer“ des Stützpunktes Marienfelde vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) lernen 25 Kinder von acht bis 15 Jahren, was es heißt, ein Junior-Ranger zu sein. Dazu gehört auch, tote Bienen und Hummeln unter dem Mikroskop anzuschauen: „Iiih, das ist ja eklig!“, stellt Ina (9) von der NABU-Gruppe „Zwiebelfrösche“ fest. Sie stattet lieber den beiden Bienenvölkern, die neben Hühnern und Heidschnucken wohnen, einen Besuch ab. Es ist ein Paradies für große und kleine Naturschützer. Denn hier wird nicht nur gelernt, sondern auch angepackt, indem etwa in Beeten Kräuter oder Blumen gepflanzt werden.


„Wo ist die Nahrungsquelle?“, fragt Jenny (21) lachend. Sie erklärt den Zwiebelfröschen, dass Bienen tanzen, um den Ort der Nahrung anzuzeigen. Die Friedrichshainerin betreut die Kinder ehrenamtlich neben ihrem Geografie-Biologie-Studium auf Lehramt. Dann zeigt Natur-Ranger Björn Lindner (40) den Kindern im Naturpark Plattbauchlibelle und Graureiher: „Unsere Junior-Ranger sollen sich vor ihrer Haustür engagieren, die Artenvielfalt kennen und schützen lernen.“


Streifzüge durch die Natur können für manch ein Stadtkind ganz schön anstrengend sein. „Ich kann nicht mehr!“, mault Emilia (6). Doch kurz darauf streichelt sie verzückt einen Goldaugenfrosch und vergisst alles um sich herum. Wasserbiotop, Amphibienburg, Insektenhotel – es gibt so viel zu entdecken. Doch für heute haben die Zwiebelfrösche genug erkundet und lassen ihr Treffen beim Honigschlecken an den Bienenkörben ausklingen.

Wer sich auch gern ehrenamtlich beim NABU engagieren möchte, kann sich bei Diana Gevers unter Tel: (030)986083718 melden.
 


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