Die Familie mit dem Helden-Gen
Für die gute Sache packen bei diesen Pankowern alle mit an.
Wenn Cornelia Dethloff (38) und Thomas Völschow (44) im Helden-Einsatz sind, sind auch ihre fünf Kinder immer dabei – bei dieser Helden-Familie packen alle mit an.
Regelmäßig suchen sich die Pankower ein soziales Projekt aus, für das sie unentgeltlich arbeiten. „Wir hatten im Leben viel Glück“, sagt Vater Thomas. „Da ist es selbstverständlich, wenn wir ab und zu Menschen unterstützen, mit denen es das Schicksal weniger gut gemeint hat.“
Auch wenn es schon einige Jahre her ist, an den Aufräumeinsatz auf einem Spielplatz in Prenzlauer Berg kann sich Sohn Edgar (11) gut erinnern: „Da haben wir auch einen ganzen Brunnen vom Sand befreit.“
Nur einmal, als ihre Eltern für eine Woche in der Suppenküche des Franziskaner-Klosters in Pankow arbeiteten, waren die Kinder nicht dabei. Doch in der Regel wird der Helden-Einsatz zum Familienausflug gemacht. „Wir verstehen unser Engagement zwar nicht ausschließlich als Erziehungsmaßnahme“, sagt Mutter Cornelia, die ebenso wie ihr Ehemann als Computer-Experte arbeitet. „Aber wir wollen ihnen vorleben, dass es wichtig ist, sich für andere Menschen zu engagieren.“
Zu einem Sportfest für Menschen mit Behinderung kamen die Sprösslinge ebenso mit wie zum Berliner Freiwilligentag im September. Da reparierte die Familie im Evangelischen Johannesstift in Spandau Fahrräder und Gartenmöbel – und der kleine Arthur (3) reichte seinem Papa die Werkzeuge.
„Es macht echt Spaß, anderen Menschen zu helfen“, sagt Friederike (14). Sie half auch schon beim Bio-Obst-Verkauf in der Schul-Cafeteria, die Einnahmen wurden Hilfsorganisationen gespendet. In einer Neuköllner Kita strich die Familie mit anderen Helfern Spielgeräte neu und legte Hochbeete an. „Und ich habe einen riesigen Sandberg Stück für Stück mit der Schubkarre abgetragen“, erzählt Emil (10).
Nur die kleine Anna, gerade elf Wochen alt, war noch nicht im Helden-Einsatz. Aber bei dieser Familie wird es vermutlich nicht lange dauern, bis auch sie mit anpackt.





