Der Held fällt nicht weit vom Stamm
Ehrenamtliche pflanzten im Pankower Naturschutzgebiet 150 Apfelbäume.
Neues Leben für ein altes Biotop: Seit über 20 Jahren pflegen die Helfer des Berliner Naturschutzbunds (NABU) das Fleckchen am Tegeler Fließ bei Lübars.
Sie schneiden dort Weiden, reparieren Wegbegrenzungen und sammeln Müll. Doch jetzt wurde es Zeit für einen besonderen Heldeneinsatz. Die NABU-Bezirksgruppe Pankow rief mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Forstamt Pankow zur Aktion Apfelbaum.
„In den letzten Jahren sind in dem Gebiet viele Bäume abgestorben“, erklärt Diana Gevers vom NABU, „die mussten ersetzt werden.“
Knapp 60 Naturschützer buddelten deshalb trotz Berliner Herbst-Schmuddelwetter Pflanzlöcher aus und versenkten auf einen Schlag 150 Apfelbäumchen.
Gepflanzt wurden traditionelle Apfelsorten, wie sie noch unsere Großeltern kannten: Cox Orange, Ontario, Danziger Kantapfel, Gravensteiner oder Auralia. „Alles alte Sorten, wie man sie heute leider nicht mehr im normalen Supermarkt findet“, so Diana Gevers. Und die dienen bald einem guten Zweck: „In ein paar Jahren gibt es dann bei der Arbeit immer Apfelkuchen aus eigener Ernte“, so Gevers.
Wer das nächste Mal mitbuddeln will: Tel: (030)986083718




