Berlin braucht Helden
Die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement Monika Helbig erklärt, warum Berlin Helden braucht.
"Ehrenamtliche sind der Kitt unserer Gesellschaft"
Die B.Z. möchte, dass sich mehr Menschen ehrenamtlich für Berlin engagieren. "Berliner Helden" heißt die neue Aktion, gemeinsam mit den Profis der Freiwilligen-Agenturen und -Verbände.
Staatssekretärin Monika Helbig (56) ist seit März 2007 Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement. Im B.Z.-Interview erklärt sie, warum diese Aktion so wichtig ist.
Wie wichtig ist ehrenamtliches Engagement für Berlin?
Helbig: Sehr wichtig. Wir haben rund 850 000 freiwillig Engagierte. Ohne sie würde vieles nicht mehr funktionieren in unserer Stadt. Sie sind der Kitt unserer Gesellschaft.
Was ist Ihre Aufgabe?
Ich koordiniere die verschiedenen Aspekte des Themas. Es geht um viele Fragen: Was sind die Bedingungen und Strukturen, in denen Engagement stattfinden kann? Vor allem: Wie bringen wir Menschen überhaupt dazu, sich für die Gesellschaft zu engagieren?
Und die Antwort?
Junge Leute engagieren sich heute lieber kurzfristig und konkret für einzelne Projekte. Früher haben sich Menschen eher über einen langen Zeitraum an Institutionen gebunden. Wir müssen Informationen über Engagementmöglichkeiten zugänglich machen.
Wie wollen Sie das Engagement stärker würdigen?
Es gibt bereits den Freiwilligen-Pass. Den kann jeder bekommen, der sich mindestens 80 Stunden im Jahr ehrenamtlich betätigt. Aber wir planen etwas Neues, nämlich die Einführung einer "Ehrenamtscard". Damit sollen engagierte Menschen konkrete Vergünstigungen in der Stadt bekommen, zum Beispiel bei Eintrittsgeldern.





