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Pankow

Rührend, diese Helden

Die Suppenküche der Franziskanerbrüder in Pankow versorgt jeden Tag über 300 Bedürftige.

Um die Armen zu beschenken, wurde Franz von Assisi Anfang des 13. Jahrhunderts sogar zum Dieb. Er stahl Waren aus dem Lager seines Vaters, eines reichen italienischen Kaufmanns. Es waren die Anfänge des Franziskanerordens.


800 Jahre später eifert Bruder Johannes im Pankower Franziskanerkloster seinem Ordensgründer in vielem nach. Mit einer Ausnahme: „Die Lebensmittel für unsere Suppenküche kaufen wir natürlich von dem Geld, das uns gespendet wird, oder wir bekommen sie geschenkt.“


800 Eier müssen jeden Tag gepellt werden


Seit wenigen Wochen leitet Bruder Johannes die Suppenküche, die täglich rund 300 Bedürftige versorgt. Insgesamt 40 Ehrenamtliche helfen bei der Pankower Armenspeisung mit. Christa Gerasch (71) aus Niederschönhausen gehört zu den Urgesteinen unter ihnen, sie kommt seit fast 20 Jahren zweimal pro Woche. „Wir putzen Gemüse, waschen Salat, pellen Eier“, sagt sie. 800 Eier werden allein jeden Tag für Frühstück und Mittagessen gebraucht.


Die Hermsdorferin Gudrun Faist (71) arbeitet seit 1999 in der Helden-Küche: „Mir ist es immer gut gegangen im Leben, deshalb wollte ich als Rentnerin etwas zurückgeben“, sagt sie.


Als sie im Betrieb Abschied feierte, sammelte sie Geld, brachte es ins Kloster – „und dann blieb ich gleich selbst als Helferin da“.


Von Dienstag bis Sonntag hat die Suppenküche geöffnet, und immer wird vor dem Essen gebetet. Das war schon bei Franz von Assisi so.


Wer die Suppenküche der Franziskanerbrüder unterstützen möchte: Das Kloster bittet um Lebensmittel-Spenden, vor allem Konserven, Nudeln, Reis und andere haltbare Sachen. Außerdem werden warme Kleidung und Schlafsäcke gebraucht. Die Spenden können dienstags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr und vn 12.30 bis 14.30 Uhr sowie sonnabends von 8.30 bis 12 Uhr abgegeben werden (Wollankstr. 19). Gesucht wird auch noch ein ehrenamtlicher Fahrer, der Lebensmittel abholt. Kontakt: Katja Eichhorn, Tel: (030)85784120.
 


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