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Wedding

In der Klinik der Kuscheltiere

Medizinstudenten nehmen Kindern die Angst vor dem Krankenhaus, indem sie ihre Stofftiere verarzten.

Die Fälle sind schwerwiegend und bedürfen der sofortigen Behandlung: Hund Lily hat eine wunde Pfote, Elefant Rosi einen gebrochenen Rüssel und Häsin Lola hat sich gleich beide Ohren verletzt.


Das sind drei von über Tausend akuten Unfällen, die Ärztin Maren (25) und ihre Kollegen heute auf dem Virchow-Campus der Charité in Wedding zu behandeln haben.


Für 50 Medizinstudenten und 20 Pflegeschüler sind dort zweimal im Jahr nicht Menschen, sondern die Kuscheltiere von Berliner Kita-Kindern die Patienten.
„Jedes Kind bringt sein Kuscheltier mit, das behandelt wird“, erklärt Mitorganisatorin Sonja Mücke (22) die sogenannte Teddy-Klinik, „ so sollen die Kinder spielerisch mit dem Klinik-Alltag vertraut gemacht werden und die Angst vor Ärzten verlieren.“


Dafür ist in der Teddy-Klinik alles so echt wie möglich. Es gibt ein Röntgengerät, eine Sprechstunde und natürlich werden alle tierischen Wehwechchen fachgerecht behandelt: Lily hat so ganz schnell eine Verband am Fuß und Rosi einen eingegipsten Rüssel: „Den muss sie jetzt fünf Tage dran lassen“, sagt Richard (6) aus der Eltern-Kind-Gruppe Matthäus in Steglitz, nachdem seine Elefantin versorgt wurde.

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