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Spandau

Helden-Besen kehren gut

Der Verein „Meine Wilhelmstadt“ verschenkte in Spandau 150 Feger an Gewerbetreibende.

Eis am Stil kennt jeder. Aus Spandau kommt jetzt ähnlich Erfrischendes: Engagement am Stil. 150 Straßenbesen verteilte der Stadtteilverein „Meine Wilhelmstadt“ im Kiez.


„Mit jedem wollen wir ein Zeichen für mehr bürgerschaftlichen Einsatz setzen und daran erinnern, dass es jeden etwas angeht, wie es in seinem Bezirk aussieht“, erklärt Vorsitzender Thomas Claudius (54). Er hat die saubere Sache initiiert.


Ein Straßenbesen als Symbol für mehr Miteinander im Kiez


Doch bevor die Besen ihrer Bestimmung übergeben wurden, hieß es erst mal: Antreten zur Heldenkette! Gemeinsam luden Anwohner, Vereinsmitglieder und Gewerbetreibende die Besen (10 Euro je Stück, finanziert aus EU-Mitteln) aus, stapelten sie auf dem Metzer Platz.


Verteilt wurden die Helden-Besen dann an 150 Geschäfte rund um die Pichelsdorfer Straße und die Adamstraße. Hier sollen sie ab sofort nicht nur für sauberere Gehwege und ein schöneres Einkaufserlebnis sorgen, sondern auch symbolisch für mehr Miteinander stehen. Gemeinsamer Einsatz soll den Kiez verändern. „Es ist ja kein Geheimnis, dass die Wilhelmstadt schon bessere Zeiten gesehen hat“, sagt Claudius. „Vor allem in den letzten zehn Jahren ging es bergab.“ Einkaufscenter zogen Kunden aus der Innenstadt ab, viele Ladengeschäfte stehen leer.


Doch jetzt setzen die Wilhelmstädter (34.000 Einwohner) auf die Wende. Der Kiez ist mittlerweile als Sanierungsgebiet ausgewiesen, bekommt Geld für ein Geschäftsstraßen-Management. „Wir hoffen, dass wir wieder mehr Neumieter und auch mehr kulturelle Einrichtungen gewinnen können“, sagt Claudius.
30 Mitglieder engagieren sich bereits im Verein, jetzt sollen noch viele dazukommen. „Helfer sind willkommen, nicht nur zum Fegen“, sagt der Vorsitzende.

 

Mehr Informationen im Internet unter www.meine-wilhelmstadt.de



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