Helden-Tausch
Freiwilligeneinsatz auf zwei Kontinenten. Die Berlinerin Lydia arbeitete ein Jahr in Lima, die Peruanerin Maria seit Sommer in Deutschland.
Lydia betreute Straßenkinder
Die Berliner Studentin Lydia Berneburg (22) arbeitete letztes Jahr in den Slums von Peru, betreute dort Kinder und Jugendliche.
Mein Einsatzort: Ich war ein Jahr lang in verschiedenen sozialen und christlichen Projekten in Lima tätig. Der Schwerpunkt lag im Armenviertel „Independencia“, wo wir Jugendliche und Frauen betreut haben. Außerdem haben wir mit Kindern gespielt und gearbeitet, die davor Hilfsjobs auf der Straße machten. Mitten in der Armut versuchten wir, ihnen Hoffnung zu geben und gestalteten für die Menschen eine besondere Stunde in ihrer Woche.
Meine Motivation: Ich wollte eine andere Kultur und ihre Menschen kennenlernen. Mein Ziel war es, den Menschen Gutes zu tun und mich sinnvoll in die Gesellschaft einzubringen und einen anderen Blick auf meine persönliche Welt zu bekommen.
Daran musste ich mich in Peru erst gewöhnen: An die Unpünktlichkeit habe ich mich schnell gewöhnt. Schwerer fiel mir das ständige Improvisieren. Alles wurde immer von einer Sekunde auf die andere entwickelt. Diese peruanische Spontaneität musste man erst mal lernen.
Mein schönstes Erlebnis: Die Herzlichkeit und Lebensfreude, die uns unsere peruanischen Freiwilligen entgegenbrachten, überraschte mich immer wieder. Eine schöne Zeit war auch, als wir deutschen Freiwilligen eine Woche mit Kindern im Dschungel verbrachten.
Maria kocht mit Jugendlichen
Die peruanische Studentin Maria Cristina Saldarriaga Valdiviezo (22) arbeitet seit September in Reinickendorf, betreut dort Kinder aus sozial schwachen Familien.
Mein Einsatzort: Das CVJM-Jugendhaus im Märkischen Viertel. Ich helfe hier bei der Kinder- und Jugendarbeit. Jeden Tag kommen junge Besucher aus den umliegenden Hochhäusern. Wir spielen mit ihnen oder kochen gemeinsam und geben Hausaufgabenhilfe.
Meine Motivation: Die Gelegenheit, in einer anderen Kultur neue Erfahrungen zu machen und dabei auch Gott zu erleben.
Daran musste ich mich in Deutschland erst gewöhnen: Da gab es einiges, vor allem die Ordnung, mit der hier alles zugeht, das fehlt in meiner Heimat ein wenig. Was ich manchmal vermisse, sind auch meine vertrauten Mahlzeiten. Aber woran ich mich nie richtig gewöhnen konnte, ist der gegenseitige Umgang in Deutschland. Die Menschen in Südamerika gehen einfach herzlicher miteinander um. Das ändert sich in Berlin erst etwas, wenn man jemanden näher kennenlernt.
Mein schönstes Erlebnis: Obwohl ich weit weg von meiner Heimat Peru bin, fühle ich mich hier unter den Kollegen wie in einer Familie zu Hause. Ich kenne jetzt auch in Deutschland Menschen, die mir mit Herzlichkeit begegnen und ihre Türen offen haben.
Weitere Infos zum Projekt: www.cvjm-ag.de




