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Reinickendorf

Helden, holt sie ins Heute zurück!

Die Caritas sucht dringend ehrenamtliche Helfer für ihre Demenz- Betreuungsgruppen in Reinickendorf, Spandau Pankow und Tegel

Es ist Dienstag, der 26. Februar 2011: das aktuelle Datum war auch gestern im Aufenthaltsraum der Caritas-Sozialstation im Hermsdorf nicht zu übersehen. Auf gleich zwei Kalendern, links und rechts an den Wänden prangt der jeweilige Tag.

Das ist sicher kein Fehler. Denn „viele unserer Senioren leben nun einmal in der Vergangenheit und ihrer Erinnerung“, erklärt Brigitte Nentwig. Sie ist Koordinatorin von vier Demenz-Gruppen der Berliner Caritas im Norden Berlins. Hauptamtliche Sozialarbeiter und Altenpfleger betreuen gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern wie hier in Hermsdorf drei Stunden lang Senioren die an der Alterserkrankung Demenz leiden.

Wir versuchen sie dabei auch ein Stück weit in die Gegenwart zurückzuholen“, erklärt Bärbel Tischler (54), einer der beiden freiwilligen Helferinnen in Hermsdorf, „indem man sie nach aktuellen Dingen fragt, Gedächtnisübungen macht oder auch gemeinsam Zeitung liest“.

Einmal die Woche hilft die frühere Apotheken-Mitarbeiterin bei der Betreuung der kranken Besucher.

„Für uns sind die Freiwilligen nicht nur eine Hilfe, sie machen vieles erst möglich“, sagt Koordinatorin Nentwig, „denn finanziert wird vom Senat immer nur eine Stelle“.

In fast allen Berliner Bezirken sucht die Caritas deshalb weitere Helfer.

Besonders dringend in Reinickendorf, Spandau und Pankow. Wer sich engagieren will, meldet sich bei der Freiwilligenkoordinatorin der Caritas, Katja Eichhorn unter Tel: (030) 857 84 120,  k.eichhorn@caritas-berlin.de